Dokumentiert und hinterfragt: ZDF-Intendant will Jugendkanal nur bei klaren Rahmenbedingungen

 

„Das ZDF könne sich jedoch nur dann an einem solchen Projekt beteiligen, wenn folgende Rahmenbedingungen durch den Rundfunkgesetzgeber geschaffen oder fest zugesagt seien:

– eine klare Beauftragung durch die Bundesländer,

– eine ausreichende Finanzausstattung,

– zusätzliches Personal und

– eine Öffnung des Telemedienangebots unter anderem mit dem Wegfall der 7-Tage-Regelung und der Möglichkeit, auch Kaufserien und Spielfilme in der Mediathek zeigen zu können.

 

 

… Der ZDF-Intendant geht davon aus, dass mindestens 50 bis 60 Millionen Euro zur Finanzierung notwendig seien.

„Will man mit dem Angebot einen messbaren und nachhaltigen Erfolg erreichen, werden nach unseren Schätzungen noch deutlich mehr Mittel erforderlich“, sagte der Intendant.

Von grundlegender Bedeutung sei auch der Zeitplan für das Vorhaben. Für das Projekt müsse die Zustimmung der Gremien eingeholt werden, eine Beauftragung der Länder vorliegen sowie die Personal- und Finanzausstattung von der KEF genehmigt werden, erklärte Bellut. Sinnvoll und realistisch sei vor diesem Hintergrund ein Start des Programms nicht vor Jahresbeginn 2017.“

 

ZDF Presseinformationen

 

Nun, zum 1. Januar 2017 würde die nächste Beitragsperiode beginnen. Somit koppelt Thomas Bellut den Jugendkanal an Beitragsmittel, die er zusätzlich dafür bekommt. Denn die Zustimmung der Gremien sie Beauftragung durch die Länder wie auch die Genehmigung der Personal- und Finanzausstattung von der KEF wäre innerhalb eines Jahres zu leisten.

Der ZDF-Fernsehrat hätte schon auf seiner letzten Sitzung am 8. März sein zustimmendes Votum abgeben können. Die Ministerpräsidenten der Länder könnten auf ihrer nächsten Tagung am 14. März sich auf einen öffentlich-rechtlichen Jugendkanal einigen. Und die KEF könnte dann berechnen, wie viel ARD und ZDF für den Jugendkanal bekommen sollen. Schließlich müssen diese bis zum 30. April ihre Anmeldungen für den nächsten KEF-Bericht abgeben. So könnte man es schaffen, den Jugendkanal zum 1. Januar 2014 zu starten.

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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