Dokumentiert: WDR streicht eigenen Beitrag für Filmstiftung NRW

Die Film- und Medienstiftung NRW hat 2015 weniger Geld für die Filmförderung zur Verfügung als im Jahr 2014. Insgesamt gebe es eine Reduktion von 3,1 Mio Euro, der Gesamtetat liegt dann in Höhe von 34,2 Mio. Euro. Die Reduzierung entspricht genau dem bisher vom WDR „freiwillig“ gezahlten Beitrag. Der WDR hatte im letzten Jahr laut Medienkorrespondenz (03/2015)beschlossen, „ab 2015 die Filmförderung in Nordrhein-Westfalen nur noch mit dem Betrag zu unterstützen, der ihm gesetzlich vorgeschrieben ist. Dabei geht es um eine Summe von rund 13 Mio. Euro pro Jahr. Die 3,1 Mio. Euro, die der WDR bislang freiwillig zusätzlich an die Film- und Medienstiftung NRW gezahlt hat, spart der Sender nun ein. Der WDR begründete diese Entscheidung damit, dass er seine Kosten senken müsse. Dazu sieht sich die Rundfunkanstalt gezwungen, um in den kommenden Jahren hohe Haushaltsdefizite abzuwenden.“

Auch die Landesregierung wollte ihren jährlichen Zuschuss von bisher 10,6 Mio. Euro um 1 Mio. kürzen. Die Landesregierung hatte in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass die Filmstiftung „einmalig Nachzahlungen aus den Überschüssen der Rundfunkbeiträge“, rund 800.000 Euro, erhalte. Doch Ende November 2014 beschlossen die Regierungsfraktionen, dass der Landeszuschuss zur Filmförderung im Jahr 2015 nur um 250 000 Euro gekürzt wird. Die Filmstiftung NRW erhält vom ZDF jährlich 2,8 Mio Euro, RTL zahlt rund 3 Mio, die LfM 885 000 Euro und Pro Sieben Sat 1 500 000 Euro.

 

Der NRW-Medienetat der Landesregierung wächst von 19,6 Mio. Euro auf 20,35 Mio. Euro.

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