Dokumentiert: Wie der Second-Screen zum Fernsehen genutzt wird

 

 

„Der Anyweb-Studie zufolge suchen 28 Prozent der Internetnutzer, die während des Fernsehens auch surfen, Online-Shopping-Portale wie Amazon, eBay oder Zalando auf. …

 

 

Die ARD-/ZDF-Online-Studie 2012 beschäftigte sich ebenfalls mit den Szenarien paralleler Fernseh- und Internetnutzung und kam in Bezug auf die wachsende Zahl der Second-Screen-Nutzer im Prinzip zu ähnlichen Ergebnissen wie die privatwirtschaftliche Konkurrenz. Befragt wurden deutschsprachige Onlinenutzer ab 14 Jahre, die „zumindest seltener fernsehen und selten das Internet nutzen“. Jeder fünfte dieser Gruppe gab an, sich häufig im Internet mit etwas anderem zu beschäftigen, während der Fernseher läuft. Immerhin noch 17 Prozent lassen sich gelegentlich ablenken. Nur ein Viertel der Befragten recherchierte etwas, das mit der laufenden Sendung zu tun hatte. Und 91 Prozent der Befragten hatten noch nie etwas zur Sendung auf der Internetseite des Senders kommentiert.

Die ARD-/ZDF-Online-Studie kommt deshalb mit dem gleichen Befund zu einer ernüchternden Interpretation: „Insgesamt, also alle Szenarien zusammengenommen, sind es zurzeit sechs Prozent der Internetnutzer und damit hochgerechnet 3,05 Millionen Menschen, die sich begleitend zur Fernsehsendung im Internet mit einem Thema beschäftigen.“ Ganz offensichtlich führt der parallele Gebrauch eines zweiten Bildschirms also nur im Ausnahmefall dazu, die Aufmerksamkeit gegenüber dem eigentlichen Fernsehprogramm zu intensivieren.“

 

Klaudia Wick, epdmedien, 20/2013 S. 5

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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