Fernsehanbieter nicht mehr nur durch Bezahlfernsehkanäle unter Druck

 

Den klassischen Fernsehkanälen sind in den USA erst mit den Bezahlfernsehkanälen Konkurrenten im Bereich der Inhalteproduktion als auch beim Vertrieb der Programme erwachsen. So profilierte sich HBO mit aufwendigen Serienproduktionen. Nun setzen im Grunde fernsehfremde Unternehmen wie Amazon die ganze Branche unter Druck, stellt Marcus Posimski in der Berliner Zeitung unter Verweis auf Amazon fest.

 

Amazon gehe mit der Produktion von fünf Serien in Serie. „Zuvor hatte Amazon die Zuschauer in einer langen Auswahl- und Testphase intensiv mit eingebunden. So konnte das Publikum insgesamt acht Pilotfolgen für Comedyformate und sechs für Kinderprogramme kostenlos per Streaming auf der Amazon-Webseite ansehen. Die Zuschauer sollten schließlich durch ein Bewertungssystem bestimmen, welche Serien in je 13 Episoden langen Staffeln produziert werden.“

Auch bei der Werbung geht man neue Wege. So bietet Netflix zuschauerspezifische Spots, um diese für die eigenproduzierten Serien zu gewinnen. Sie erhält der Krimiliebhaber einen anderen Trailer als derjenige, der lieber Liebesgeschichten sieht. Dabei stützt sich das Unternehmen auf die Daten, die es durch die Nutzerinnen und Nutzer selbst erhalten hat – es wertet die Nutzerprofile aus und weiß so, wer sich wofür interessiert.

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