Folgen der Meinungsfreiheit beim WDR

Der Umfang und das Angebot Klassischer Musik im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist zum Streitthema geworden. Eine WDR-Moderatorin hatte in einem Beitrag namens „Ohne Mozart?“ für die ZEIT Gründe dafür benannt. Ihre Schlagzeile: „Reformen, Fusionen, Frequenzen: Die öffentlich-rechtlichen Radiomacher verspielen die Zukunft der klassischen Musik.“

Nun hat ihr der WDR gekündigt, wie die Süddeutsche Zeitung und Netzwerk Musik melden.

Sicher, dies ist keine Zensur, schließlich darf die Redakteurin ja ihre Meinung weiter vertreten. Allerdings macht diese harte ökonomische Sanktion jedem Redakteur klar, was ihn erwarten könnte, wenn er ARD und ZDF kritisiert.

Wandelt der WDR hier auf DDR-Pfaden. Nun, in der DDR war Mikrofonverbot als Strafe nicht unüblich, doch eine Kündigung wurde selten ausgesprochen. Zumeist wurde man in eine andere Redaktion versetzt.

Kommentar verfassen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)