Italien baut sein Filmfördersystem grundlegend um. Die Mittel für die Filmbranche sollen um 60 Prozent steigen. Bisher kam die Filmförderung aus dem Fondo Unico per lo Spettacolo, auf den auch a Entertainment-Sparten wie Musik, Theater und Opern zugreifen konnten.
“Der neue Förderfonds soll sich aus einem zwölfprozentigen Anteil der Umsatzsteuerzahlungen jener Unternehmen speisen, die mit der Auswertung von Filmcontent befasst sind, darunter Sender, Internet Service Provider, Telekommunikationsanbieter und Filmverleiher. Jährlich sollen auf diese Weise mindestens 400 Mio. Euro zusammenkommen,” berichtet Blickpunkt:Film (06/2016). Zudem soll ab 2017 gezielt der Nachwuchs gefördert werden. So sollen 15 Prozent der Fördermittel an Erst- und Zweitfilme gehen. “Darüber hinaus sollen junge Produzenten und Festivals sowie jene, die in Kinos investieren, in besonderer Weise bedacht werden.”
Daneben sollen die Tax Credits für Filmproduktionen auf 30 Prozent erhöht sowie die Fernsehsender vepflichtet werden, mehr europäische Filme zu zeigen. Die dazu bestehenden regelungen seien bisher “weitgehend ignoriert worden. Um sie durchzusetzen, sei man bereit, neue Sanktionen aufzustellen.”