Er war Kameramann für die DEFA und das DDR-Fernsehen. In den umwälzenden Veränderungen nach dem Herbst ’89 wurde er gleichsam über Nacht der letzte Intendant des Deutschen Fernsehfunks (DFF). Er leitete den Prozess der Abwicklung des DDR-Staatsfernsehens und bereitete den Weg in ein demokratisches, öffentlich-rechtliches Mediensystem. […]
Nach der Auflösung des DDR-Fernsehens setzte sich Albrechts Wirken beim Aufbau neuer Rundfunkstrukturen fort, unter anderem als Fernsehdirektor beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (ORB), zuletzt als Digital-Koordinator bei der ARD. Auf die Frage, was er vielleicht im Rückblick ändern würde, antwortet Albrecht, dass er eigentlich ganz gerne noch ein paar Filme gemacht hätte.
Am Ende bleibt das Bild eines Pragmatikers, der unter extremen Bedingungen versuchte, Ordnung in den Wandel zu bringen – eben ein „Ingenieur der Umbrüche“.
Johannes Unger, Stefanie Raak, Julia Sommer, Historische Kommission der ARD (online)

