Digitale Plattformen prägen heute die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation. Sie entscheiden über Sichtbarkeit, Reichweite und Auffindbarkeit von Informationen und beeinflussen damit maßgeblich demokratische Meinungsbildungsprozesse. Diese Machtkonzentration geht mit strukturellen Risiken einher: algorithmische Selektion, ökonomische Anreizlogiken und monopolartige Marktstrukturen verengen Vielfalt, begünstigen Desinformation und verschieben öffentliche Diskurse in private, kommerzielle Räume.
Jan Kalbhenn, „Wege zu einer gemeinwohlorientierten digitalen Medienordnung. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Public Open Space im Reformstaatsvertrag“, FES, 11.02.2026 (online)

