Deutschland liegt weltweit auf den letzten Plätzen beim schnellen Internet. Das hätte ganz anders laufen können. Schon Kanzler Helmut Schmidt plante den großen Wurf: Glasfaser für ganz Deutschland. Aber sein Nachfolger Helmut Kohl entschied anders: Statt Glasfaser verlegte er Kupferleitungen. Auch um das Privatfernsehen zu pushen. Die Hoffnung: Das wird freundlicher über ihn berichten als die Öffentlich-Rechtlichen. Und seinem Vertrauten, dem Medienmogul Leo Kirch, hat es auch gehört. Hat Deutschland sein schnelles Internet also aus politischem Kalkül verschlafen? Wie prägen die Entscheidungen aus den 80ern den Glasfaser-Ausbau bis heute?
Glasfaser galt schon in den 1980er Jahren als Zukunftstechnologie, doch der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl setzte auf den Ausbau von Kupferkabeln. Um das Privatfernsehen von Kohl-Freund Leo Kirch voranzutreiben, brauchte es ein flächendeckendes Kabelnetz. Der BR-Podcast „Die Entscheidung“ erzählt in drei Episoden, wie Kohls Entscheidung von damals bis heute das schnelle Internet in Deutschland ausbremst.
ARD Sounds, 12.04.2026 (online)

