Lesetipp: „Das Kapital bin ich. Schluss mit der Digitalen Leibeigenschaft“

Der Journalist Hannes Grassegger hat einen Essay publiziert, in dem er das Leben in der digitalen Welt und das Schicksal der persönlichen Daten analysiert. Für ihn sind Daten der wichtigste Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Deshalb muss sich der Einzelne seine Daten von den großen Unternehmen wie Google und Facebook zurückholen.

 

Im Interview auf persoenlich.com sagt er:

„Ich finde, die Diktatur der Nerds muss vorbei sein. Als Ökonom beschäftige ich mich mit Fragen des Eigentums. Wenn ich sehe, wie Google und Facebook aus dieser neuen Ökonomie riesige Profite machen, überlege ich mir, dass das doch auch für den Einzelnen möglich sein sollte. … Und zwar sollten wir unsere persönlichen Daten, die wir bis jetzt einfach ins Netz fließen lassen, uns aneignen. Sie künstlich verknappen und verschlüsseln. Den Schlüssel können wir dann gegen Geld zur Verfügung stellen. … So können wir einerseits Geld verdienen und andererseits Teile auch ganz wegsperren.“

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)