Mediale Klagewelle

 

Die deutschen Medienanbieter klagen nicht nur, sie verklagen sich auch. Gibt es unter ihnen keinen Konsens?

Deutsche Zeitungsverleger klagen gegen die „Tagesschau“-App der ARD.

Private Fernsehanbieter klagen gegen die Landesmedienanstalten.

 

Eine Verwertungsgesellschaft klagt gegen einen Kabelnetzbetreiber.

Ein Werbezeitenvermarkter verklagt den anderen.

Ein Hamburger klagt gegen den Grosso-Verband?

Die Gema klagt gegen Youtube.

Und die Länder Hamburg und Rheinland-Pfalz lassen vor dem Bundesverfassungsgericht den ZDF-Staatsvertrag prüfen.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz: „Diese Häufung aber ist nicht nur für die Medienpolitik ungewöhnlich, sondern ich interpretiere sie auch als Krisensignal. : Dort, wo grundlegende Übereinkünfte nicht mehr greifen, holen sich die beteiligten Konfliktpartner wenigstens die Entscheidung im Einzelfall ab, um Klarheit zu gewinnen.“

(Funkkorrespondenz 26/2012)

 

 

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)