Seit Präsident Donald Trump die Medien in Atem hält, fallen relevante Informationen noch mehr als sonst unter den Tisch. […]
Medien müssen über zivile (und militärische) Opfer als Folge von Kriegen informieren. Allerdings können Opferberichte dazu dienen, einseitig Emotionen zu schüren.
Kinder, Frauen und Betagte, die bei kriegerischen Auseinandersetzungen verletzt werden oder sterben, haben den gleichen Stellenwert – gleichgültig, ob sie in der Ukraine oder in Israel leben oder in Russland, im Westjordanland, in Gaza, in Sudan oder in der Demokratischen Republik Kongo.
Generell ist festzustellen: Wenn noch so unermessliche humanitäre Katastrophen länger anhalten, verschwinden sie tendenziell aus den Informationen grosser Medien – besonders wenn sie sechs und mehr Flugstunden entfernt stattfinden und keine Westeuropäer oder US-Bürger betroffen sind.
Urs P. Gasche, infosperber.ch, 11.03.2025 (online)