Medien behandeln unschuldige Kriegsopfer sehr unterschiedlich

Seit Präsident Donald Trump die Medien in Atem hält, fallen relevante Informationen noch mehr als sonst unter den Tisch. […]

Medien müssen über zivile (und militärische) Opfer als Folge von Kriegen informieren. Allerdings können Opferberichte dazu dienen, einseitig Emotionen zu schüren.

Kinder, Frauen und Betagte, die bei kriegerischen Auseinandersetzungen verletzt werden oder sterben, haben den gleichen Stellenwert – gleichgültig, ob sie in der Ukraine oder in Israel leben oder in Russland, im Westjordanland, in Gaza, in Sudan oder in der Demokratischen Republik Kongo.

Generell ist festzustellen: Wenn noch so unermessliche humanitäre Katastrophen länger anhalten, verschwinden sie tendenziell aus den Informationen grosser Medien – besonders wenn sie sechs und mehr Flugstunden entfernt stattfinden und keine Westeuropäer oder US-Bürger betroffen sind.

Urs P. Gasche, infosperber.ch, 11.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)