Neue Qualitätsmaßstäbe für Filmfestivals?

Wir plädieren dafür, weniger in quantifizierbaren Mustern zu denken – von der Masse der Filmeinreichungen hin zu den Besucherzahlen -, sondern qualitative Überlegungen als Richtmaß zu nehmen. Das würde bedeuten, ein Festival an seinem eigenen Selbstverständnis, seinen Ansprüchen und an seiner programmatorischen und kuratorischen Handschrift zu messen. In einem Zeitalter digitaler Ökonomien, in dem nicht die Verfügbarkeit von audiovisuellen Inhalten ausschlaggebend ist (denn verfügbar ist sowieso vieles und praktisch jederzeit), sondern die Leistung, diese Werke zu sondieren, auszuwählen, zu kontextualisieren und somit zugänglich zu machen.

John Canciani, Laure Walde (Internationale Kurzfilmtage Winterthur: in Filminitiative Dresden e.V. (Hrsg.): Filmfest Dresden. Jubiläumsmagazin zum 30. Festivaljahrgang (S. 80)

 

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Zitat der Woche
Bis zum letzten Tag der Amtszeit Kohls waren keine deutschen Soldaten zu Kriegseinsätzen im Ausland. Nach ihm waren sie es ununterbrochen. Man mag einwenden, dass er Schröderfischer ein Jugoslawien-Fiasko hinterließ. Aus anderen sinnlosen Gemetzeln wie dem Golfkrieg hat er uns herausgekauft. Er war einer der letzten Spitzenpolitiker mit Weltkriegserfahrung, sein Bruder im Krieg getötet, seine Politik auf „pazifistische deutsche“ Wählerstimmen gemünzt. Es tut weh, dies anzuerkennen – doch so, wie der Aspekt „Friedenskanzler“ an Kohl nun gar nicht gewürdigt wird von allen kriegerischen Nachfolgern – muss wohl was dran sein.   Friedrich Küppersbusch, taz, 20.06.2016, Weiterlesen 
Out of Space
Es ist sei unerfindlich, in welchem Maße sich Journalisten willig als Herolde des Netflix-Imperiums gebärden. So meldete „Berliner Zeitung“ in ihrem Web-Kulturteil „Das sind unsere liebsten Netflix-Serien“. Serien-Rankings sind zwar weiterhin Unsinn, aber en vogue und hinnehmbar.  Hinweis: Die Serien sind derzeit auch bei anderen Anbietern zu haben.   Weiterlesen