Neueste Beiträge

Zitiert: Die Quotenfixierung ist auch aus professioneller Sicht falsch

Quotenerfolge lassen sich nicht am Reißbrett planen. Da kann man sich noch so sehr bemühen, mit der Mediennutzertypologie des Markt- & Sozialforschungsinstituts GIM Produkte passgenau auf Zielgruppen zuzuschneidern. Auch lässt es sich mit einer Schere im Kopf schlecht schreiben, vor allem, wenn gleich eine ganze Heerschar mitschnippelt – ein Drehbuch geht in einem Sender durch etliche Hände. Filme, über die man eine Woche nach Ausstrahlung noch nachdenkt, schafft man auf diese Weise nicht. Die werden anderswo gemacht. Wodurch sich der ÖRR auf Dauer sein eigenes Grab schaufeln wird.

Karlotta Ehrenberg, taz.de, 04.10.2026 (online)

Zitiert: Verein will Programmreform von Deutschlandfunk per Eilantrag stoppen.

Der Verein InformationsQualität des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Günter Nooke will die geplante Programmreform des Deutschlandradios per Eilantrag stoppen. Ein entsprechender Antrag sei vor dem Verwaltungsgericht Köln gestellt worden, teilt der Verein mit. Die Kläger wollen verhindern, dass ab 1. Dezember sieben Fachsendungen vom Äther gehen, und fordern eine Leistungsanalyse vor dem Umbau. Auch aus der Belegschaft des Senders, von Gewerkschaften und vom eigenen Hörfunkrat hatte es Kritik an den Plänen gegeben. Das Deutschlandradio hatte daraufhin u.a. erklärt, dass der Umbau kein Sparprogramm sei und die Fachredaktionen erhalten bleiben würden.

Turi2.de, 06.10.2026 (online)

Zitiert: Viele politische und gesellschaftliche Themen bleiben journalistisch und medial unbearbeitet

Zu sagen, dieser Böhmermann-Typ sei ein linker Agitator, ist zwar inzwischen Internet-Folklore, aber bleibt ja eine Fremdzuschreibung. Wirklich nichts als Projektion. Wenn man den politischen Auftrag unserer Gruppe korrekt beschreiben würde, dann so: Es macht uns wahnsinnig, wie viele politische und gesellschaftliche…

Zitiert: Aktives oder passives Lesen

Wenn man früher täglich ein paar Zeitungen las und selbst entschied, was einen interessierte und was nicht, dann war das eine aktive Form des Lesens. Das ist etwas völlig anderes, als Nachrichten zu bekommen, von denen Tiktok glaubt, dass sie unsere Aufmerksamkeit 30 Sekunden lang halten können. Damit lagert man die Arbeit, zu unterscheiden, welche der verfügbaren Informationen für einen als Bürger wichtig sind, an ein System aus. Man entledigt sich dadurch eines bestimmten Teils seiner bürgerlichen Pflichten.

Jill Lepore, sueddeutsche.de, 04.10.2026 (online)

Zitiert: Der Mensch kann die KI auch abschalten

Eigentlich sind das Fälle von Ingenieursversagen, aber die Firmen machen daraus eine ganz andere Geschichte: KI ist zu mächtig, wir müssen aufhören, und vor allem müsst ihr Open-Source-Modelle stoppen. Dabei haben die Unternehmen einfach die Fähigkeiten ihrer Modelle ausgereizt und sie ans…