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Zitiert: Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn man Gesetze nicht formuliert, sondern programmiert?

Ein Gesetz beschreibt wie ein Algorithmus eine Anweisung für eine Vielzahl von Fällen. Der qualitative Unterschied besteht darin, dass Gesetze demokratisch legitimiert sind und nicht bloß Regeln, die Programmierer setzen. Normen dagegen sind auslegungs- und diskursfähig. Und im Gegensatz zu Programmiervorschriften kann man dagegen auch verstoßen.

Adrian Lobe, sueddeutsche.de, 01.07.2019 (online)

Zitiert: Technik als Opium für das Volk

Der Aufstieg von Big Tech ist eine Folge und nicht die Ursache unserer politischen und wirtschaftlichen Krisen; wir werden sie nicht lösen, wenn wir Big Tech loswerden oder ihre Operationen einschränken. Small und Humane Tech könnten hilfreich sein. Ohne eine übergreifende Vision und einen konkreten Plan für die Abschaffung von Survival Tech und die Aufnahme von Rebel Tech haben progressive Kräfte jedoch nicht viel über Technologie zu sagen – und damit leider auch nicht über die zeitgenössische Politik.

Evgeny Morozov, sueddeutsche.de, 30.06.2019 (online)

Zitiert: Wie durchschaut man sofort, wenn Journalisten ihre Artikel verfälschen?

„Szenischer Einstieg“ sagt man im Journalistenjargon. Es ist ein Stilmittel, mit dem der Autor beim Leser sogenannte „Bilder im Kopf“ erzeugen will, so wie im Kino. In unserem Fall kombiniert er abgewetzte Klischees zur Tristesse von Tagelöhnern, Reihenhäusern, Obdachlosen und Hundegebell.

Wenn Sie so etwas lesen, dann müssen Sie wissen: Die Szene ist erfunden oder vom Journalisten zumindest manipuliert. …. Nebelschwaden, bellende Hunde und Leonardo da Vinci. Wenn Sie so etwas lesen, dann wissen Sie es nun: Das hat mit echtem Journalismus nichts zu tun. Hier sind die Verfälscher am Werk.

Kurt W. Zimmermann, ejo-online.eu, 24.06.2019 (online)