Neueste Beiträge

Zitiert: Ableistische Übergriffigkeit

Der zuverlässigste Begleiter von Menschen mit sichtbaren Behinderungen ist die verdruckste Frage nach der Diagnose. Sie wird gestellt von Fremden, von Kollegen, von Personen, die einem neu begegnen. Die Frage mag anteilnehmend erscheinen, tatsächlich ist sie der Inbegriff ableistischer Übergriffigkeit, denn sie drängt die behinderte Person in die Defensive, reduziert sie auf ihren „Makel“, stigmatisiert sie als „anders“, nicht der Norm entsprechend, und macht sie gleichzeitig zur Expertin ihrer eigenen Abnormität und zum Studienobjekt.

Lea Streisand, sueddeutsche.de, 14.10.2026 (online)

Zitiert: Neue Logik der Sendeleitung beim Deutschlandfunk

Neben Aktualität, Originalität und Erklärungsbedarf nennt das Deutschlandfunk-Stylebook ausdrücklich »breites öffentliches Interesse (Reichweite/Viralität)«, Debattenwert und bundesweite Relevanz. Noch deutlicher wird der neue Anspruch bei den Kulturmeldungen. Die Redaktion soll sich fragen: »Für wen ist die Nachricht eine Nachricht? Nur für uns oder eine…

Zitiert: Frauenanteil bei Film- und Fernsehproduktionen in Europa gestiegen

Knapp ein Drittel der Mitarbeitenden bei Kino- und Fernsehproduktionen sind laut einer Studie mittlerweile Frauen. In den vergangenen zehn Jahren gab es einen Anstieg, zuletzt stagnierte die Entwicklung jedoch. […] Einer Studie der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle zufolge waren im vergangenen Jahr 27…

Zitiert: „Short Film Coalition“ wehrt sich gegen Aderlass bei AgoraEU

Ein informelles Bündnis, in dessen Rahmen sich die AG Kurzfilm mit Kurzfilmfestivals, Trainingsprogrammen, Filmmärkten und Koproduktionsplattformen aus ganz Europa zusammengeschlossen hat, protestiert in einem Offenen Brief gegen die Pläne, das geplante Budget für AgoraEU drastisch zusammenzustreichen. […] Denn während dieser Gesamthaushalt auf…

Zitiert: Solide, oft identische Nachrichten bei ARD und ZDF

ZDF und ARD liefern solide aktuelle Nachrichten-Überblicke. Und zwar mit solide derart identischem Ansatz, dass sie wiederholt über ziemlich dieselben Themen berichten, oft sogar in derselben Reihenfolge. Das spricht weder gegen das heute-journal, noch gegen die Tagesthemen – aber auch nicht unbedingt dafür, dass ein öffentlich-rechtliches Rundfunksystem täglich zwei derart vergleichbare Nachrichtenmagazine liefern muss.

Mehr Absprachen der beiden Reaktionen, worüber sie wann berichten, wären zumindest bei planbaren, nicht echtzeit-aktuellen Themen sinnvoll.

Christian Bartels, Telepolis, 17.10.2026 (online)