Sachsen will weiter bei ARD und ZDF sparen

Dr. Fritz Jaeckel ist der neue Chef der Sächsischen Staatskanzlei. Er ist auch maßgeblich für die Medienpolitik des Landes verantwortlich. In einem Interview mit dem Magazin „Promedia“ machte er gleich zu Beginn deutlich, dass man in Sachsen auch weiterhin auf Einsparungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk hinwirken möchte, stellt digitalfernsehen.de fest. Diese seien nicht nur nötig, um die Beitragsbelastungen für die Bürger gering zu halten, sondern auch, um den finanziellen Kollaps des Systems insgesamt zu verhindern.

So hätte sich Sachsen schon bei den bisherigen Verhandlungen der Ministerpräsidenten „eine weitergehende Konsolidierung der digitalen Zusatzangebote von ARD und ZDF und darüber hinaus eine umfassende Neuordnung der öffentlich-rechtlichen Fernsehprogramme gewünscht“. Mit der Streichung der zwei Spartenkanäle Einsfestival und ZDFkultur habe man einiges auf diesem Wege erreicht.

Weiteres Einsparungspotential sieht der Chef der sächsischen Staatskanzlei bei den Altersbezügen der Rundfunkanstalten, die im gleichen Maße steigen, wie die Gehälter. Diese drohen die bisherigen Sparbemühungen von ARD und ZDF aufzufressen. „Die ARD-Finanzkommission hat inzwischen berechnet, dass der Rückstellungsbedarf aller ARD-Sender für Pensionen bei einer Deckelung der Steigerung der Altersbezüge bei einem Prozent um fast 700 Millionen Euro sinken könnte“, so im Interview. Hier bestehe nach Auffassung der sächsischen Landesregierung dringender Handlungsbedarf.

 

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"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
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