Zitiert: ARTE-Ausbau zum gesamteuropäischen Kulturanbieter würde Hunderte Millionen Euro kosten

Auf dem Papier wäre es eine wunderbare Sache, Arte zum gesamteuropäischen Kulturanbieter auszubauen und dabei das Angebot von 3sat einzubringen. Allerdings wäre das keine Sparübung, sondern eine Investition von Hunderten Millionen Euro. Solange rundum in Europa die Bereitschaft zu diesem Quantensprung fehlt,…

Zitiert: Was den Sendern zuzutrauen ist

Klar, den Anstalten ist zuzutrauen, dass sie ihre mittelfristig vielleicht nur noch sechs Spartenkanäle weiterhin nutzen wollen, um Trauminsel-Dokus, Krimis und vielleicht auch Quizshows (vermitteln die nicht Bildung?) zu wiederholen. Schon weil das dann in den jeweiligen Budgetplanungen besser aussieht. Heißt: Genau darauf werden die Aufsichtsgremien, der Medienjournalismus und alle, die sich interessieren, achten müssen – darauf, dass die originären Sparten-Inhalte wie etwa 3sats „Kulturzeit“ eben erhalten bleiben und nicht wegfallen. Das wird für die öffentlich-rechtliche Zukunft essentiell.“

Christian Bartels, MDR Altpapier, 29.10.2024 (online)

Zitiert: Der Unterschied zwischen ARTE und 3sat

Heute bietet Arte glücklicherweise die Möglichkeit, durch zwei verschiedene Brillen zugleich auf Frankreich, Deutschland und auch Europa zu schauen. Und 3sat knüpft singuläre Verbindungen nach Österreich und in die Schweiz. Wer das jetzt beliebig ausdehnen will, haut am Ende alles kaputt. Die Perspektiven in den verschiedene Ländern Europa sind sehr, sehr unterschiedlich, das sind sehr viele verschiedene Brillen. Wenn Sie die alle zu­sammenzwingen, bekommen Sie ein Libellenauge mit 40.000 Facetten, und der Blick wird sehr oberflächlich. Oberflächlichkeit ist aber der absolute Feind eines jeden Programms.

Alexander Kluge, faz.net, 27.10.2024 (online)