Lese-Tipp: Der wahre Bertelsmann-Konzern

Als Buchverlag gegründet, hat sich Bertelsmann im Laufe der Zeit zu einem international agierenden Konzern mit unzähligen Tochterfirmen entwickelt, der Bücher, Zeitschriften, Tonträger und TV-Soap-Serien produziert. Die Tochtergesellschaft Arvato besitzt und organisiert Dienstleistungszentren, Call-Center und IT-Systeme.

Prof. Dr. Jörg Becker analysiert im isw- report 128 die Entwicklung des Konzerns, sein Agieren in den USA, der VR China und in Südamerika sowie seine Aktivitäten in Steueroasen. Ein Kapitel widmet sich der Bertelsmann-Stiftung und ihrem industriellen Lobbyismus, ein weiteres den Arbeitskämpfen im Konzern.

Zitiert: Wie Bertelsmann auf die Versäumnisse deutscher Medienpolitik reagiert

Die Medienpolitik hierzulande würde deutsche Medienunternehmen im Wettbewerb gegen internationale Streamingplattformen zu wenig unterstützen und habe kaum Antworten auf die Herausforderungen durch Netflix oder Amazon Prime, sagte Lobigs im Dlf. „Und im Zweifel muss ein Chef von Bertelsmann sich überlegen: Wie geht…

Zitiert: Die Königin von Gütersloh in Deutschlands Matriarchat

War es ein selbstbewusster Aufstieg oder hat sich an ihr einfach ein Märchen erfüllt? Die Bertelsmann-Chefin Liz Mohn wird achtzig. …. Sie konnte nicht studieren, musste mit fünfzehn arbeiten gehen, ergatterte mit Glück eine Lehrstelle als Zahnarzthelferin, doch zwei Jahre später war…

Das Bildungsgeschäft soll bei Bertelsmann zur dritten Säule werden

Neben dem Verlags- und Fernsehgeschäft baut sich Bertelsmann ein drittes Standbein im Bildungssektor auf. Hier setzt man auf Bildungsangeboten im Gesundheitssektor, Online-Angebote für IT-Weiterbildung und unterstützt Hochschulen beim Aufbau eigener Online-Angebote. Das seien die Segmente mit dem größten Wachstumspotential im Bildungsbereich. „Das mittelfristige Ziel für alle Bildungsgeschäfte bei Bertelsmann ist ein Umsatzbeitrag von einer Milliarde Euro – bei hohen Margen.“ Man strebt Margen zwischen 20 und 30 Prozent an.

 

Thomas Rabe im Interview in der FAZ, 16.02.2016