Filmförderung

Werden zu viele Filme gefördert?

„Alle, die in diesem Gewerbe arbeiten, sind sich einig, dass die 200 bis 220 Filme, die jährlich produziert werden, zu viel sind; 170 Filme würden es auch machen. Durch die Menge der Filme kannibalisieren sie sich an der Kinokasse gegenseitig.“ So Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus über Schwierigkeiten und Chancen der Filmförderung  im Interview mit Matthias Wulff in der Welt, 7.7.2015 (nicht online). Weiterlesen

Dokumentiert: Für eine Filmförderung jenseits von wirtschaftlichen Zwängen und Quotendruck

Vertreterinnen und Vertreter der Filmbüros Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Bremen, der Filmwerkstatt Kiel und der Verbände AG DOK und Bundesverband kommunale Filmarbeit, trafen sich auf Einladung des Film & Medienbüros Niedersachsen am 23.06.2015 in Hannover zu einem Erfahrungsaustausch über die Situation der kulturellen Filmförderung in Deutschland.

Die Teilnehmer stellten übereinstimmend fest, dass die kulturelle Filmförderung eine bedrohte Spezies ist. Die Förderung von innovativen und experimentellen Filmen außerhalb von Verwertungszwängen ist bei den kulturwirtschaftlichen Förderungen kaum möglich. Weiterlesen

„Visionen“ für die sächsische Filmlandschaft

Die zu entwickeln und zu beschreiben hatte sich der Sächsische Filmverband zwar nicht für seinen diesjährigen Filmsommer vorgenommen, jedoch eine Diskussionsrunde unter diese Überschrift gestellt. Es zeigte sich, dass dies mit sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern (eine Frau, sechs Männer) mit der Fishbowl-Methode nicht so einfach ist. Dabei hatte man es doch geschafft, von fast allen wichtigen Institutionen jemanden am Tisch zu haben: ein Staatsekretär, ein Fraktionschef und ein Ausschussvorsitzender der regierungstragenden Fraktionen, ein Landesfunkhausdirektor des MDR und der Geschäftsführer der MDM, dazu der Chef der Bürgschaftsbank, eine Produzentin und der Filmverbandsvorsitzende. Weiterlesen

Dokumentiert: WDR streicht eigenen Beitrag für Filmstiftung NRW

Die Film- und Medienstiftung NRW hat 2015 weniger Geld für die Filmförderung zur Verfügung als im Jahr 2014. Insgesamt gebe es eine Reduktion von 3,1 Mio Euro, der Gesamtetat liegt dann in Höhe von 34,2 Mio. Euro. Die Reduzierung entspricht genau dem bisher vom WDR „freiwillig“ gezahlten Beitrag. Der WDR hatte im letzten Jahr laut Medienkorrespondenz (03/2015)beschlossen, „ab 2015 die Filmförderung in Nordrhein-Westfalen nur noch mit dem Betrag zu unterstützen, der ihm gesetzlich vorgeschrieben ist. Dabei geht es um eine Summe von rund 13 Mio. Euro pro Jahr. Die 3,1 Mio. Euro, die der WDR bislang freiwillig zusätzlich an die Film- und Medienstiftung NRW gezahlt hat, spart der Sender nun ein. Der WDR begründete diese Entscheidung damit, dass er seine Kosten senken müsse. Dazu sieht sich die Rundfunkanstalt gezwungen, um in den kommenden Jahren hohe Haushaltsdefizite abzuwenden.“ Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
"Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar." Dwdl.de, 06.12.2018 Weiterlesen    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)