Zitiert: Redaktioneller Journalismus wird zum Unterfall der globalökonomisierten Netzkommunikation

Wenn man am Kiosk oder am Bahnhof eine Zeitung kauft, hat man schon das Gefühl, man kauft ein Artefakt – als ob man in ein Museum geht und ein impressionistisches Gemälde betrachtet, das ja mal sehr modern war und für erregte Diskussionen…

Zitiert: Warum Journalisten nach rechts „wandern“

Es hat sich eher noch schlimmer entwickelt, wenn man sieht, was mit dem früheren „Spiegel“-Mann Matthias Matussek passiert ist und anderen Ex-Meinungsführern, sogar „Medienwissenschaftlern“, die besinnungslos nach rechts wandern. Es gibt ja wenig Peinlicheres als ältere Männer, die aus Angst vor Statusverlust…

Zitiert: Zeitungssubventionierung in Europa

In Italien wurden Zeitungen großer Organisationen bezuschusst, Frankreich streut eine Milliarde an Zusteller und größere Redaktionen, in Österreich führte das System zum Fiasko: Dort stützt der Staat die Presse durch Anzeigen – prompt nutzten FPÖ-Minister das Werkzeug, missliebige Blätter durch Entzug abzustrafen.…

Zitiert: „Betrieben westdeutsche Medien keine Propaganda?“

Lothar Loewes Antwort auf dies Interviewfrage lautet: „Doch, sicher war das so, aber es gab keine zentrale Steuerung. [W]ir Journalisten waren daran interessiert, dieses System zu schwächen.“ So seien Schwerpunkte gesetzt worden, die ein besonders schlechtes Licht auf die DDR warfen. „Das druckten wir Tag für Tag in den Zeitungen. Das war natürlich ein Kampagnen-Journalismus, den ich heute anders beurteile.“

Lutz Mükke: Korrespondenten im Kalten Krieg. Zwischen Propaganda und Selbstbehauptung. Köln: Halem, 2014. S. 33

Zitiert: Meinungsfreiheit versus Widerspruchsfreiheit

Es sind die wahren Feinde der Gesellschaft, die Artikel 5 des Grundgesetzes, die Meinungsfreiheit, als Rechtfertigung missbrauchen, um Artikel 1, die Menschenwürde, zu verletzen. Leider muss man inzwischen ausdrücklich betonen, was der Popkritiker Jens Balzer einmal schrieb: „Schuld am Rassismus ist nicht…