Grippe oder Mindestlohn: Warum Zeitungszusteller fehlen

Warum es Schwierigkeiten beim Vertrieb der Abozeitungen in Berlin gibt versucht Joachim Huber vom Tagesspiegel in einem Interview mit BZV-Chef Dieter Bähr zu klären. Der Verdienst liege derzeit bei 6,38 Euro pro Stunde. Zudem gebe es bei Nachtarbeit steuerfreie Nachtzuschläge von mindestens zehn Prozent, bei der BZV (Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft) in Höhe von 25 Prozent. Der Lohn werde in zwei Schritten bis 2017 auf 8,50 Euro angehoben werden.

 

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CDU torpedierte SPD beim Mindestlohn und nahm „Verlagsschäden“ bewusst in Kauf

Der Herausgeber der Münchner „Abendzeitung“ und des „Straubinger Tagblatts“ Martin Balle zum Mindestlohn: „Die Unionsspitze hat uns Verleger belogen. Sie hat behauptet, sie hätte sich für eine bessere Lösung eingesetzt. In Wirklichkeit hat sich nur die SPD für uns eingesetzt.“ Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe einen guten Vorschlag gemacht mit einer Ausnahmeregelung für Zeitungsausträger. „Der ist torpediert worden von der CDU/CSU, weil man der Frau Nahles diesen Erfolg in der Wirtschaft nicht gönnen wollte. Das hätte die Akzeptanz der SPD bei der Wirtschaft verstärkt.“

 

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Zitat: Wie der Mindestlohn tatsächlich die Pressefreiheit gefährdet

SurfGuard : „Menschen, die sich für niedrig qualifizierte Arbeit interessieren, machen einen Bogen um Zeitungsboten-Jobs, weil sie anderswo den Mindestlohn bekommen, dort aber nicht. Und so müssen die Verleger ihre Publikationen nicht verteuern, bekommen sie aber nicht mehr zu ihren treuesten Kunden: den Abonnenten.

Über das Eigentor-Desaster mit dem Leistungsschutzrecht wurde in den letzten Tagen ja ausführlich berichtet. Und beim Mindestlohn nimmt nun dasselbe Elend seinen Lauf …“

 

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Produzentenallianz fordert für Praktikanten Ausnahmen vom Mindestlohn

Am 20. Mai forderte die Produzentenallianz für die Filmwirtschaft Ausnahmen vom Mindestlohn für Praktikanten. Die Regelung, dass Praktika ab sechs Wochen mit Mindestlohn zu vergüten seien, „hätte massive Auswirkungen auf den Nachwuchs bei der deutschen Film- und Fernsehproduktion“, da insbesondere „die Film- und Fernsehproduktion von beruflichen Quer-, Seiten- und Wiedereinsteigern geprägt“ sei. Weiterlesen Produzentenallianz fordert für Praktikanten Ausnahmen vom Mindestlohn