Glaubwürdigkeit der Medien: Das Prinzip Gegenseitigkeit

Journalismus wird zur Vertrauensinstanz, wenn Medien mit ihrer Community progressiv umgehen. ….  Die zentrale Erkenntnis: Entscheidend sind die Qualität der (journalistischen) Arbeit und die Qualität der Beziehung zum Publikum.

Menschen wollen das Gefühl haben, dass es ihnen „etwas bringt“, Medien zu nutzen: Sie möchten entspannen, aber auch mitreden können. Wenn Medien dies liefern und zudem Nachrichten ansprechend präsentieren, dann weckt dies ihr Vertrauen.

Marlis Prinzing, tagesspiegel.de, 31.07.2021 (online)

Zitiert: Medienunternehmen sollen in Nachrichten investieren

Das Ziel des Medienstaatsvertrags ist, dass Medienunternehmen in Nachrichten, europäische Produktionen und barrierefreie Angebote investieren. Das Ziel ist hoch gesteckt, aber zumindest sollen die Sender sich für die Produktion solcher Inhalte nicht bestraft sehen, denn aus Controlling-Gesichtspunkten ist das Argument der gesellschaftlichen Relevanz von Inhalten nicht alleine überzeugend. Wer Gutes tut, soll nicht der Doofe sein.

Tobias Schmid, sueddeutsche.de, 01.07.2021 (online)

Zitiert: Mehr als die Hälfte der Nachrichtenzeit für Corona

In den vier untersuchten Hauptnachrichtensendungen und zwei Nachrichtenmagazinen entfiel demnach in den ersten neun Monaten des Jahres durchschnittlich mehr als die Hälfte der Sendezeit auf Beiträge zum Themenbereich Corona-Krise. Es zeigte sich dabei in quantitativer Hinsicht eine hohe Übereinstimmung zwischen den sechs…

Zitiert: Corona dominiert öffentlichen Diskurs weitaus stärker als Klima- bzw. Migrationsdiskurs

Die Zahlen von Herrn Eisenegger für die Schweiz, die wahrscheinlich für Deutschland auch in etwa so gelten: Was den Klimadiskurs anlangt, maximal zehn Prozent Anteil in den Nachrichten, was den Coronadiskurs anlangt, 60 bis 70 Prozent in den Spitzenzeiten. Wir sind wirklich in einer Weise bombardiert worden, die den Menschen Angst gemacht haben muss, diese in Panik versetzt haben muss. Und was das wiederum für Folgen hat für die Politik, das müsste man vielleicht doch auch noch mal nachrecherchieren, ob da nicht die Medien und Journalistinnen und Journalisten auch einiges falsch gemacht haben.

Stephan Ruß-Mohl, Deutschlandradio Lesart, 02.01.2021 (online)

Zitiert: Medienmacher sind keine PR-Agenten: Die Nachrichten müssen wieder seriöser werden

Aber das Vermelden der Schlichtheit des Vorganges ist wohl heutzutage so nicht mehr verkaufbar. Trotzdem wird hier das Stilmittel der Überhöhung in Nachrichtenberichterstattung eingesetzt und die Rezeption manipuliert. …. Als in den Achtzigern im Zeitungsjournalismus grundausgebildetem Menschen fällt mir immer mehr auf,…