Zitiert: Wut als Geschäftsmodell boykottieren

Solange Wut das lukrativste Geschäftsmodell des Netzes bleibt, ist jeder nicht geklickte Köder ein kleiner Sabotageakt.

Die Herausforderung unserer Gegenwart besteht also nicht darin, immer schneller zu reagieren, schärfer zu urteilen oder lauter zu widersprechen – sondern darin, sich dem permanenten Erregungsangebot zu entziehen. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Protest.

Michael Moorstedt, sueddeutsche.de, 05.03.2026 (online)

Zitiert: Diskriminiert zu werden, macht wütend

Ich finde diese Wut berechtigt. Ich empfinde sie selbst. Weil viele so wütend sind, ist der Ton im Netz so rau, die Geduld am Ende, die Kraft erschöpft. Und manche können und wollen ihre Wut nicht mehr zurückhalten. Es ist die Diskriminierung, die den Diskurs gefährdet. Die gilt es anzuerkennen und zu beenden. Dann würde sich auch die Wut legen.

Alice Hasters, sueddeutsche.de, 23.03.2021 (online)