Zitiert: Index für Bier steigt schneller als für Rundfunkbeitrag

2005 ging Besaufen noch für 7,25 Euro pro Maß. Die Fischer-Vroni nahm 2019 satte 11,70 Euro. Der Rundfunkbeitrag – früher die Rundfunkgebühr – lag 2005 bei 17,03 Euro. Für 15 Jahre macht das einen Index von 1,61 beim Bier und 1,02 beim Rundfunk. Würde man letzteren Beitrag entsprechend dem Bierpreis erhöhen, läge er heute bei 27,42 Euro.

Die Union-Abgeordneten können sich also entscheiden, was ihnen teurer ist: zwei Maß auf der Wies’n oder einen Monat Information, Kultur, Unterhaltung bei ARD und ZDF.

Steffen Grimberg, taz.de, 12.5.2020 (online)

Zitiert: Wenig Werbung für Dokumentarfilme bei ARD und ZDF

Die Filme müssen ja erst einmal bekannt sein. Sie werden aber nicht ausreichend beworben. Es ist so, dass die Produktions- und auch die Werbebudgets noch an den Sendeplätzen orientiert sind. Für die Produktionen von ‚TerraX‘ steht beim ZDF ein ungleich größeres Budget zur Verfügung als für ein Drittes Programm oder 3sat. Deshalb kann man nicht sagen, Dokumentarfilme sind in der Mediathek gut aufgehoben. Für den PR-Apparat der Sender liegt der Fokus auf der Primetime.

Thomas Frickel, epd medien, 10/20 vom 6. März 2020 (online)

Zitiert: Mehr Plattformstrategie und Vernetzung, weniger Doppelstruktur

Auch in den sogenannten dritten Programmen der ARD gibt es Reformbedarf: Die digitale Welt macht es möglich, dass Nutzer noch gezielter nach regionalen und lokalen Kriterien erreicht werden können. Die Tendenz bei den Dritten dagegen geht dahin, dass sie sich gerne gegenseitig…

Zitiert: Viele Männer über 60 in den Corona-Talkshows

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es nur ein Thema in den Talkshows. Wenig Vielfalt gibt es auch bei den Gästen. Eine SPIEGEL-Datenanalyse zeigt: Junge Menschen kommen kaum vor – Gäste ab 60 sind fast immer Männer. …. Seit dem 1. Januar ging es in 70 Sendungen mit 348 Gästen um das Thema Corona.

Die Ergebnisse sind ernüchternd. Viele Bevölkerungsgruppen sind unterrepräsentiert: nicht nur Frauen und junge Eltern, sondern auch Ostdeutsche, Migranten und Menschen aus den unteren sozialen Schichten. Ihre Stimmen fehlen in den Talkshows – und auch in der gesamten Debatte über die Coronakrise.

Holger Dambeck, Ulrike Knöfel und Claudia Voigt, SPIEGEL Online, 24.05.2020 (online)

Zitiert: Grundfalsch – Wenn öffentlich-rechtlicher Inhalt nicht für alle da ist, sondern exklusiv für Instagram‑Nutzer

Muss man, um womöglich preiswürdige Inhalte anzusehen, die aus dem Rundfunkbeitrag bezahlt wurden, auch noch ein Konto beim Top-Datenkraken anlegen? Auch das bei jungen Zielgruppen populäre Netzwerk Instagram zu bespielen, mag aus Sendersicht nötig bis in Ordnung sein. Und eingespielte Kompromisslösungen gibt…