Zitiert: Fehlende Kontexte

Der Politikbetrieb einschließlich vieler Thinktanks und sogenannter Experten ist sich oft selbst genug. Minister und Abgeordnete ohne Wahlkreis und auch viele Berater laufen Gefahr, die Lebenswirklichkeit der Betroffenen aus den Augen zu verlieren. Ein Beispiel: Die Leute bei mir zu Hause finden das 49-Euro-Tickt durchaus gut. Aber sie haben sich gefragt: Was ist eigentlich dieser ÖPNV, von dem immer alle reden? Gibt es hier nicht, das ist die Realität auf dem Land.

Siegfried Russwurm, sueddeutsche.de, 18.12.2024 (online)

Zitiert: Schablonen des deutschen Fernsehens

Immer wenn eine Figur aus den Schablonen der Fernsehstandards fällt, wird das Publikum wieder mit Wucht darauf gestoßen, dass es solche Schablonen überhaupt gibt. Dass es sie aber nicht geben müsste, und dass man auch im unvermeidlichen Korsett eines anderthalbstündigen Sonntagabendkrimis etwas Neues erzählen kann. Anders erzählen, vor allem das.

Judith von Sternburg, fr.de, 27.12.2024 (online)

Zitiert: Kriegsbefürwortung durch urbane Medienschaffende

Die Menschen in der ländlichen Umgebung, wo ich lebe, haben die Menschen oft den Eindruck, dass in den Redaktionszimmern und Politikstuben der Hauptstädte vollmundig eine unbedingte Fortsetzung des Kriegs gefordert wird – während genau diese reichen, gebildeten und mobilen Menschen in den…