Zitiert: Wirklichkeit verformen, um journalistischen Maßständen gerecht zu werden

Wenn Journalisten die Wirklichkeit verformen und verzerren, um sich ihren Berichtsgegenstand so zurechtzuzimmern, dass er nach ihren Regeln handhabbar ist – wenn ihnen also das Beharren auf den eigenen Regeln und Grundsätzen wichtiger ist, als eine adäquate Abbildung der Wirklichkeit, kann man…

Zitiert: Geldstrafe für Google, die das weltweite Bruttoinlandsprodukt übersteigt

Ein russisches Gericht hat Google zu einer unvorstellbaren Geldstrafe verurteilt. Der Grund: Der Tech-Gigant weigert sich, gesperrte russische Sender bei YouTube wieder freizuschalten. Ein russisches Gericht hat Google im Streit um die Sperrung russischer Medienkanäle auf YouTube zu einer Geldstrafe von zwei…

Zitiert: Wie man Themen erzählen muss

Es ist gibt Themen, die anders erzählt werden müssen als der Watergate-Skandal, den de Wecks Helden Carl Bernstein und Bob Woodward Anfang der 1970er-Jahre aufdeckten. Dass wir heute mehr über Depression, Demenz oder die Auswirkungen von sexueller Gewalt wissen, liegt auch daran, dass Journalistinnen und Journalisten erkannt haben, dass es Geschichten gibt, die ihre Kraft erst im Persönlichen entfalten. Und den Mut hatten, ihren Chefredakteuren zu erklären, dass „kleindramatische“ Themen wie etwa Kindererziehung ähnlich relevant sein könnten wie die geheime Panzerstatistik des Verteidigungsministeriums.

Charlotte Theile, sueddeutsche.de, 30.10.2024 (online)

Zitiert: Unruhe beim italienischen Rundfunk RAI

Drohende Kürzungen und eine nicht bestätigte Präsidentin an der RAI-Spitze: In Italien wird eine wachsende Einflussnahme der rechtskonservativen Regierung auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk befürchtet. […] Der neu gewählte Verwaltungsrat äußerte bei seiner Sitzung am 23. Oktober die Sorge, dass die von der…

Zitiert: Reiche, die über eigene Medien auf das politische Geschehen einwirken

Reiche, die sich anschicken, über eigene Medien auf das politische Geschehen einzuwirken, gibt es auch außerhalb der USA. Man denke an Mathias ‚Please stärke die FDP’ Döpfner, den Tech-Unternehmer Frank Gotthardt, der das tendenziöse Reichelt-Projekt Nius vorantreibt, oder an den 2022 verstorbenen österreichischen Red-Bull-Unternehmer Dietrich Mateschitz mit seinen Medienaktivitäten. Der Fall Bezos ist aber auch aus einem anderen Grund für den deutschsprachigen Raum interessant: Er führt vor Augen, wie wichtig die Trennung von Redaktion und Verlag ist – und wie fragil.

Anna Ernst, medieninsider.com, 30.10.2024 (online)