Tim Renner kritisiert die Berechenbarkeit des Echo

“Anders als im Rest der Welt werden in Deutschland beim Echo nämlich nicht die Besten, sondern die vermeintlich erfolgreichsten Produktionen prämiert. Entscheiden tut in fast allen Kategorien keine Jury sondern die Charts. Die Gewinner lassen sich also schon vorher ablesen oder errechnen“, so Tim Renner am 24.3. in seinem Blog.

Und er verweist darauf, wie Preise spannend und innovativ bleiben sowie Qualität prämieren. „Zusammen mit 1499 anderen werde ich aufgefordert, mich online einzuloggen und in von den Labels nominierte Produktionen der britischen Musikwirtschaft reinzuhören. Alles steht nach Bedarf als Stream bereit. Immer lassen sich unter den vorgeschlagenen Interpreten und Veröffentlichungen welche finden, die man wirklich herausragend findet und deshalb in einer Shortlist der besten Fünf platziert. Das Ergebnis aller Juroren zusammen sind dann die Brit Awards.“
Nebenbei: letzten Donnerstag sollten sogar die Tagesthemen ausfallen. Jedenfalls fand sich in der Programmankündigung kein Hinweis auf die Sendung. An die Übertragung der Verleihung des Musikpreises ” Echo ” sollte nahtlos die Sendung ” 20 Jahre Echo” folgen. Die ARD-Chefredakteure wollten dagegen zwischendurch – gegen 23 Uhr – die “Tagesthemen” zeigen. Doch ARD-Programmdirektor Volker Herres war der Meinung, dass dann zu viele Zuschauer ab- oder umschalten würden. Selbst der Hinweis auf die derzeitige Nachrichtenlage mit Atomkatastrophe, Libyen-Krieg und Euro-Krise konnte ihn nicht umstimmen. Die “Tagesthemen” kamen dann kurzfristig – im Anschluss an “20 Jahre Echo” um 0.21 Uhr.

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