Wozu die GEZ über 400 zusätzliche Mitarbeiter braucht

Zum 1. Januar 2013 soll es den neuen Rundfunkbeitrag geben. Der bringt der GEZ erst einmal eine Menge Arbeit.

Man muss im Jahre 2012 ca. 2,8 Millionen Firmen anschreiben, um herauszufinden, wie viele Mitarbeiter sie beschäftigen und wie viele Pkw und Betriebsstätten sie haben. Es sind die fast 800.000 Verhältnisse der bisher aus gesundheitlichen Gründen befreiten Teilnehmer zu klären, die nach dem neuen Staatsvertrag mit einer Drittelgebühr belastet werden. Hier muss geprüft werden, ob diese nicht aus sozialen Gründen befreit sind.

Zudem muss in ca. 1,5 Millionen Fällen geklärt werden, inwieweit bisherige Mehrfachgebührenpflichten weiter bestehen.

Außerdem müssen die etwa 2,5 Millionen Teilnehmerkonten „Nur-Hörfunk“ bzw. „Neuartige Gebührentatbestände“ geklärt werden, die in Zukunft auf den vollen Beitrag Gebühr gesetzt werden.

Schließlich gibt es noch den einmaligen Datenabgleich, in dessen Rahmen die GEZ etwa 69 Millionen Datensätze der Einwohnermeldeämtererhält. Die GEZ geht davon aus, dass allein in diesem Zusammenhang weitere 23 Millionen Briefe zu verschicken sind.

Die GEZ versendet bisher jährlich etwa 70 Millionen Briefe, es gibt einen Rücklauf von etwa 50 Millionen Briefen. Reformbedingt gibt es für einen Zeitraum von etwa zwei Jahren einen zusätzlichen Aufwand von 40 Millionen Briefen und einen möglichen zusätzlichen Rücklauf von prognostiziert 26 Millionen Briefen.

Die GEZ hat zurzeit etwa 1.150 Mitarbeiter und beschäftigt etwa 300 bis 400 externe Beschäftigte. Bis 2015 wird der Personalbestand in der Übergangsphase also auf 1.600 bis 1.700 Mitarbeiter steigen. Danach soll die Mitarbeiterzahl sinken: auf weniger als 1.000 Beschäftigte intern und zwischen 100 und 200 Personen extern.

Dies stellte der Geschäftsführer der GEZ, Hans Buchholz, auf einer Anhörung des Medienausschusses des nordrhein-westfälischen Landtags am 7. April in Düsseldorf dar.

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