Was für Netzbetreiber und Sender im „Kabelstreit“ auf dem Spiel steht

Digitalfernsehen.de berichtet, dass auf dem Eröffnungspanel der ANGA COM deutlich wurde, welche Bedeutung der Kabelstreit zwischen ARD und Kabel Deutschland (KDG) für Sender wie auch die Kabelnetzbetreiber hat. Sollten ARD und ZDF weiterhin Einspeisegebühren an Kabel Deutschland zahlen müssen, hätten auch die kleineren Netzbetreiber Ansprüche. Zudem würden einige Kabelnetzbetreiber, die ARD und ZDF schon auf Zahlung der Gebühr verklagt haben, hohe Summen nachfordern. (Tele Columbus hat schon zwei Gerichtsprozesse wegen Diskriminierung gegen die Sender angeschoben, in denen es auch um die rückwirkende Vergütung durch ARD und ZDF geht.)

 

 

Sollte der Kabelstreit damit enden, dass ARD und ZDF in Zukunft nicht mehr für die Kabelverbreitung ihrer Programme zahlen müssen, so wollen auch die Privatsender nicht mehr bezahlen. Denn es käme einer Diskriminierung der Privatsender gleich, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender kostenfrei verbreitet würden, während private Veranstalter weiterhin zahlen müssen.

Fazit des durch die KDG betriebenen „Streits“: Anstatt etwas zu gewinnen verlieren sie noch mehr. Im Falle einer Niederlage im Kabelstreit drohen den Kabelnetzbetreibern noch deutlich größere Einnahmeausfälle als bisher durch die Einstellung der Zahlungen von ARD und ZDF.

 

 

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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