Wie und warum Frauen bei der Fernsehfilm-Produktion von ARD und ZDF benachteiligt werden

„Das Ergebnis der vorliegenden Studie zeigt, dass in den meisten Schlüsselpositionen der Fernsehfilmproduktion Frauen deutlich unterrepräsentiert sind. Wie die Analyse der Absolventenzahlen an deutschen Filmhochschulen belegt, werden in vielen Bereichen anteilig weit mehr Frauen ausgebildet, als später im TV-Markt aktiv tätig sind. Mit Hilfe der durchgeführten Interviews und der Onlinebefragung konnten branchenimmanente Herausforderungen und Barrieren identifiziert werden, die für Frauen stärkere Hemmnisse darstellen als für Männer und zugleich Ursache dafür sein können, dass das in der Ausbildung geschaffene weibliche Potenzial nicht dauerhaft am Arbeitsmarkt ankommt.

Besonders gravierend ist die Diskrepanz zwischen den ausgebildeten und den im Markt tätigen Frauen im Bereich der Regie. Auch die qualitativen Interviews und die Onlinebefragung bestätigen, dass Regisseurinnen die Branche deutlich negativer und die Barrieren als stärker wirksam wahrnehmen als ihre männlichen Kollegen. Auffällig ist, dass obwohl die Studienteilnehmerinnen über alle Berufszweige hinweg weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, die Unterschiede im Bereich der Regie besonders groß sind.“

 

(Aus: Gender und Fernsehfilm. Eine Studie der Universität Rostock und des Fraunhofer-Instituts im Auftrag von ARD und ZDF, weiterlesen)

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