Mach eine Ausbildung, damit du ein gutes Handwerk hast. Und dann: Wichtig ist, dass man sich so konstituiert, dass man Phasen, in denen man nicht arbeitet – was als Freiberufler normal ist –, psychisch gesund übersteht und nicht in Selbstzweifel rutscht. Der Beruf ist sehr mit dem eigenen Leben verknüpft, der eigenen Psyche. Wenn es keine Jobs gibt, setzt man das oft zu sich selbst in Beziehung. Das ist ein Fehler, denn das hat oft nichts mit einem selbst zu tun. Das muss man lernen. Und: spielen, spielen, spielen. Selbst ermächtigend arbeiten – wenn nichts kommt, dann machst du halt ein Programm an irgendeiner Kleinkunstbühne.
Peter Schneider, hoerzu.de, 04.02.2026 (online)

