Noch hat die ARD mit Susanne Pfab eine Generalsekretärin. Doch Anfang 2027 gibt es diese Position nicht mehr. Das dazugehörende Generalsekretariat, angesiedelt beim RBB in Berlin, wird dann zu einer Geschäftsstelle. […]
Mit dem neuen ARD-Staatsvertrag legten die Länder dann fest, welche Aufgaben künftig das gemeinsame Büro hat: Es diene, heißt es in der Staatsvertragsbegründung, anders als heute das ARD-Generalsekretariat „allein der administrativen Unterstützung des Vorsitzes und ist an den Vorsitz unmittelbar ‚angegliedert‘. Hauptaufgabe des Büros ist demnach die Organisation der ARD ‚nach Innen‘.“ Für die Länder hat diese Ausrichtung zwei Ziele: dass jede Landesrundfunkanstalt den ARD-Vorsitz übernehmen kann, also auch kleinere. Und dass „ein zusätzlicher Personalaufbau während der jeweiligen Vorsitzzeiten vermieden“ werde.
Die ARD erklärt auf Nachfrage, mit der neuen Geschäftsstelle werde „die Unterstützung des jeweils wechselnden ARD-Vorsitzes verstetigt“. Die Stellenanzahl werde „aufgrund der erhöhten Leistungsanforderungen der ARD an die künftige Geschäftsstelle“ um 13 auf 25,5 erhöht – was somit einer Verdoppelung entspricht. […]
Weder machte die ARD Angaben zum aktuellen Etat des Generalsekretariats noch zum künftigen der Geschäftsstelle. Bestätigt ist, dass sich das Budget des Generalsekretariats 2024 auf 1,9 Millionen Euro belief.
Volker Nünning, M(verdi); 09.06.2026 (online)

