Zitiert: Berichterstattung über Täter

Seit Jahren diskutieren Wissenschaft und Medien, wie mit der Bühnensucht des Terrorismus umzugehen ist. Den Erfolg ihrer Anschläge messen Gruppen aller Art stets nicht nur an den Toten und Verletzten, sondern auch an der Größe der Schlagzeilen und der Länge der Sondersendungen. Die Verbreitung ihrer Geschichte ist der eigentliche Erfolg, die Belohnung ihrer Tat. Der Kampf mit der Waffe ist nur die Voraussetzung für den Kampf mit den Bildern. Manifeste werden hinterlassen und selbst Live-Übertragungen der Täter via Internet sind inzwischen üblich geworden. Ähnlich ist es mit vielen Amok-Tätern, sie suchen die Öffentlichkeit, ja, sie gieren nach ihr.

Georg Mascolo, sueddeutsche.de, 06.03.2020 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)