Angesiedelt werden soll das Gremium beim brandenburgischen Landtag. Es gehe darum, die Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger stärker in die Debatte über die zukünftige Ausgestaltung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einzubringen, erklärten die Regierungsfraktion von SPD und CDU gemeinsam auf epd-Anfrage und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Hintergrund seien unter anderem die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen, vor denen die Rundfunkanstalten stünden.
Beide Parteien regieren seit März in Brandenburg, nachdem zu Anfang des Jahres die Koalition von SPD und BSW zerbrochen war. In ihrem Koalitionsvertrag legten SPD und CDU mit Blick auf die öffentlich-rechtlichen Sender unter anderem fest, einen solchen Bürgerrat zu schaffen. Ziel dabei sei es, den „notwendigen Reformprozess für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ zu flankieren. […]
Aufgabe des Bürgerrates sei, Empfehlungen zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu erarbeiten, zum Beispiel zur Transparenz, Effizienz und regionalen Verankerung. Die Ergebnisse sollen dem Landtag Brandenburg vorgelegt werden. Brandenburg ist zusammen mit Berlin für die Zwei-Länder-Anstalt RBB zuständig. […]
Laut den beiden Fraktionen soll der Bürgerrat aus Brandenburgerinnen und Brandenburgern bestehen, „die durch ein extern organisiertes Zufallsverfahren ausgewählt werden“.
epd medien, 18.05.2026 (online)

