Zitiert: Cosmo – kleineres Angebot mit weniger Budget soll die gleiche Vielfalt bieten

Denn bislang ist unklar, wie ein kleineres Angebot mit weniger Budget die gleiche Vielfalt abbilden soll. Vor allem fehlt eine erkennbare Alternative zu einem bundesweiten Programm, das migrantische Perspektiven ins Zentrum stellt. […]

Das Problem ist ja sowieso schon, dass sich viele Menschen in den öffentlich-rechtlichen Programmen nicht repräsentiert fühlen. Das zeigt zum Beispiel eine ARD-Umfrage aus 2025.

Nur 42 Prozent der Befragten in Ostdeutschland und 44 Prozent in Westdeutschland stimmten dort der Aussage zu: „Die ARD gibt Menschen wie mir eine Stimme.“ Wenn nun eines der wenigen Programme verschwindet, das migrantische und internationale Perspektiven gezielt sichtbar macht, stellt sich die Frage, ob damit nicht genau jene Repräsentationslücke weiter wächst, die die ARD eigentlich schließen sollte.

Ann-Kathrin Leclère, taz.de, 11.06.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)