Superreiche unterstützen weltweit libertäre und rechtsextreme Organisationen. Die sollen Staat und Gesellschaft in ihrem Sinne umbauen. […]
Es gibt immer mehr Milliardäre, und diese werden immer reicher. 2024 kamen der NGO Oxfam zufolge pro Woche weltweit vier neue Milliardär:innen hinzu. 11 Prozent der über 2.000 von Forbes gelisteten Milliardäre haben laut einer Studie der Uni Cambridge ein politisches Amt angestrebt oder innegehabt. Überproportional oft vertraten sie dabei rechte oder rechtsextreme Positionen, und besonders oft kommen sie in Autokratien selber an die Macht. Noch häufiger aber gehen Superreiche nicht selber in die Politik, sondern verhelfen ihnen gewogenen Politikern zum Aufstieg – oder machen sich bereits etabliertes politisches Führungspersonal gefügig.
Christian Jakob, taz.de, 15.03.2025 (online)