Zitiert: Das problematische Nahost-Framing der Tagesschau

Welche Formulierungen wählt Deutschlands reichweitenstärkste Nachrichtensendung, um über die Gewalt in Israel, Palästina und dem Rest der Region zu berichten? Welche „Wirklichkeit“ vom Krieg im Nahen Osten vermittelt die Tagesschau ihrem Publikum. […]

Ich wollte wissen: Vermeidet die Tagesschau wirklich konsequent den Begriff „Massaker“ für israelische Angriffe? Um sicherzugehen, habe ich zusätzlich zu den 20-Uhr Nachrichten auch noch alle Einträge im täglich erscheinende „Nahost-Liveblog“ auf der Website der Tagesschau durchsucht. Hier berichtet die Tagesschau weit umfassender als in ihren Abendnachrichten.

Das Ergebnis ist eindeutig: Insgesamt 196-mal machte sich die Redaktion dort den Begriff „Massaker“ zu eigen (ohne Zitate). Gemeint war ausschließlich der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 mit 1.139 Toten, darunter 639 Zivilisten. Die unzähligen von der israelischen Armee begangenen Massaker mit zehntausenden zivilen Toten bezeichnete die Tagesschau kein einziges Mal als solche.

Fabian Goldmann, schantall-und-scharia.de, 09.03.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)