Zitiert: Der Abbau von Kanälen bringt wenig Geld

Allerdings sei nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober „zu viel über Fernsehkanäle und Hörfunksender diskutiert worden und zu wenig über Strukturreformen“, kritisierte der Publizist: „Der Abbau von Kanälen löst keine Strukturprobleme und bringt wenig Geld.“ Ausschlaggebend sei in Zukunft das Onlineangebot, nicht die Zahl der Kanäle. […]

Die öffentlich-rechtlichen Medienhäuser müssten das Publikum für sich einnehmen, sagte de Weck, „aber nicht durch Anbiederung oder mediale Nervosität“. Sie hätten „das Privileg, aber auch die Pflicht, dem Journalismus treu zu bleiben und Fehlentwicklungen des Medienbetriebs möglichst zu vermeiden“. Das Erfolgsmodell öffentlich-rechtlicher Anbieter sei: „Ruhig bleiben, journalistisch bleiben. Das mag kurzfristig Klicks kosten, mittelfristig wird das Publikum umso fester gebunden. Hier eröffnet sich den Öffentlich-Rechtlichen eine Riesenchance.“

Roger de Weck, epd medien, 29.11.2024 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)