Medienwissenschaftler und der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung fordern eine lokale Kommunikationsinfrastruktur, die der Information, dem Diskurs, dem Austausch und der Vernetzung lokaler Gemeinschaften dient. In einem Anfang Juni veröffentlichten gemeinsamen Appell werden Politik und die Zivilgesellschaft aufgefordert, neue lokale Plattformen als Kommunikationsinfrastruktur zu fördern und rechtlich und organisatorisch zu verankern. Der Kommunikationswissenschaftler Otfried Jarren beschreibt, welche Rolle solche „Local Public Open Spaces“ für die lokale Kommunikation spielen können. […]
Viele Akteure kommunizieren, stellen Teilöffentlichkeiten her. Es ist notwendig, diese Vielfalt auf einer lokalen und von allen Akteuren gemeinsam geteilten, öffentlich zugänglichen Plattform bereitzustellen: Angebote aus der Zivilgesellschaft, von Vereinen oder Parteien, sozialen, kirchlichen wie karitativen Organisationen, der Kommune – und des Lokaljournalismus. Für alle Angebote sollten allgemeine Gemeinschaftsstandards gelten, aber sonst können die Anbieter ihre jeweiligen Zielsetzungen verfolgen.
epd medien, 09.06.2026 (online)

