Zitiert: Der gesetzliche Schutz der Schauspieler greift nicht (immer)

Es gibt heutzutage zwar weitreichenderen Schutz durch Gesetze, codes of conduct und Anlaufstellen, viel hat sich getan, aber die tägliche Berufsrealität ist immer wieder und viel zu oft inakzeptabel. Auch für Kinder, sogar beim Kinderfilm. Erst kürzlich vertraute sich mir ein junger Kollege an, erzählte von acht- bis zwölfjährigen Kids, die an Zwölf-Stunden-Drehtagen (erlaubt sind für Kinder in diesem Alter fünf Stunden am Set, von denen sie drei arbeiten dürfen) extremer Hitze und cholerischen Anfällen eines mit Gegenständen um sich werfenden Regisseurs ausgesetzt waren. Und wir müssen über Täterschaft von Schauspielenden sprechen, die innerhalb des Systems auch extreme, kaum angreifbare Machtpositionen einnehmen und für sich nutzen können. Was also tun? Eine kleine Antwort ist „Empowerment“.

Julius Feldmeier, faz.net, 05.06.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)