Die Deutschen Welle (DW) plant eine Verringerung sogenannter Übergangsgeldzahlungen. Auf diese Zahlungen haben Mitglieder der Geschäftsleitung Anspruch, wenn ihre Verträge nicht verlängert werden und sie die Auslandsrundfunkanstalt deshalb verlassen müssen. […]
Konkret haben die Mitglieder der DW-Geschäftsleitung Anspruch auf Übergangsgeld, wenn es zu einem „Dienstverzicht seitens der Anstalt“ kommt, wie die Deutsche Welle erklärte. Ein solcher liege vor, wenn dem Intendanten oder den Direktoren nach Ablauf ihrer befristeten Dienstverträge keine neuen Vertragsangebote unterbreitet würden. Bisherige Direktoren könnten als Alternative zum Übergangsgeld auch „für das Wiederaufleben der früheren Tarifbeschäftigung“ votieren, hieß es weiter.
Zahlt die Deutsche Welle ausgeschiedenen Führungskräften Übergangsgeld, dann erhalten sie dem Sender zufolge zunächst drei Monate lang ihre bisherige Grundvergütung. Ab dem vierten Monat seien es 60 Prozent davon. Dieser Betrag werde im Fall des ausgeschiedenen Intendanten maximal 5 Jahre und neun Monate gezahlt. Bei den früheren Direktoren seien es drei Jahre und neun Monate. Beendet werde die Zahlung von Übergangsgeld aber häufig schon früher, und zwar wenn die jeweilige Person die Regelaltersgrenze erreiche.
Volker Nünning, epd medien, 28.09.2023 (online)