Zitiert: Die Führungskräfte in den Sendern sind zu oft Bürokraten

Die Führungskräfte in den Sendern sind zu oft Bürokraten, die sich gut fühlen, wenn andere Menschen mit Hochschulabschluss ihnen in Whiteboard-Meetings mit Schaubildern über sogenannte „Silos“, oder Zielgruppen referieren. Cappelluti sitzt in einer Fußgängerzone mit einem Zuschauer auf der Bank. Eine Situation, die manchen ARD-Hauptabteilungsleiter ähnlich überfordern würde wie mit der HR-Bigband den Frankfurt-Klassiker „Die Frau Rauscher aus der Klappergass“ zu singen. Wie es schon wieder Cappelluti tat. An der Seite des früheren Börsenmannes Frank Lehmann.

Eine Chefin aus der Frankfurter Sendeanstalt freute sich kürzlich über die Nominierung einer HR-Sendung für den Deutschen Fernsehpreis. Allein die Nominierung würde den Mut feiern, „neue Diskursräume auszuprobieren“. Über solche Formulierungen hätte der WDR-Intendant Fritz Pleitgen erheblich die Stirn gerunzelt. Der hatte kein Abitur.

Jörg Thadeusz, sueddeutsche.de, 25.09.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)