Zitiert: Die Privatisierung der Meinungsfreiheit

Was wirtschaftlich sinnvoll ist, kann zugleich auch politisch bedenklich sein. Darauf weist Felix Stephan auf Zeitonline hin: „Instant Articles ist nur ein Symptom einer größeren Entwicklung, die von Europa aus mit sehr viel größerem Unbehagen beobachtet wird als in den USA. Es geht darum, dass der Kapitalismus mittlerweile auch immaterielle öffentliche Güter wie die Versammlungs- und Pressefreiheit privatisieren kann. Nachdem in den neunziger Jahren in Deutschland die Bahn, die Post und die Telekom privatisiert wurden, nachdem auch Krankenhäuser und Universitätsinstitute nicht mehr sakrosankt sind, scheinen nun demokratische Institutionen wie die Rechtssprechung und die Meinungsfreiheit an der Reihe zu sein.“

 

Felix Stephan, ZeitOnline, 20.05.2015

 

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Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)