Zitiert: Die Ungehörten hörbar machen

Radio Migrant widmet sich in mehreren Folgen der Perspektive von (Arbeits-)Migrantinnen. Und zeigt, wie sie sich gegen Diskriminierung wehren. […] Mittlerweile gibt es drei Podcasts, die u. a. über die dortige Entrechtung von Arbeitsmigrantinnen oder über den Widerstand der Betroffenen berichten.

Die meist aus Osteuropa stammenden Menschen, die auf der Suche nach einem besseren Leben ins Ruhrgebiet ziehen, werden nicht wie in großen Teilen der konservativen Medien als potenzielle Betrügerinnen diffamiert, die in die deutschen Sozialsysteme einwandern wollen. Sie werden auch nicht, wie in manchen liberalen Kreisen der Fall, als wehrlose Opfer behandelt, denen geholfen werden muss. In den drei Folgen von Radio Migrant kommen die Arbeitsmigrantinnen und ihre Unterstützer*innen selbst zu Wort. Es werden immer wieder Beispiele genannt, wie sie sich gegen ihre Diskriminierung zur Wehr setzen. Die Kundgebungen nach dem Tod von Refat Süleyman sind nur ein Beispiel.

Peter Nowak, taz.de, 27.10.2026 (online)