Zitiert: Diskrepanz zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung

Steile These zur angeblichen Diskrepanz zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung. Im digitalen Zeitalter trifft das einfach nicht mehr den Punkt. Es gibt so viele veröffentlichte Meinungen. Auch zum Thema Neutralität ließe sich viel sagen, das Wort kommt zum Beispiel in unserem Auftrag gar nicht vor. Dort stehen die Worte Objektivität und Überparteilichkeit, auch das müsste Frau Klöckner als früheres Rundfunkratsmitglied des SWR eigentlich wissen. Unser Job ist es, allen Menschen ein Angebot zu machen. Mit Themen, die sie bewegen, über die sie lachen oder auch weinen können. Mit Geschichten, in denen sie sich wiederfinden. Mit Angeboten, bei denen es um Zuhören und Verstehen geht, nicht darum, zu belehren. Gelingt uns das immer? Nein, aber deswegen hinterfragen und optimieren wir uns permanent. Machen wir dabei Fehler? Ja, und je konkreter die Kritik formuliert ist, desto besser können wir damit umgehen. Wie gehen wir mit Fehlern um? Leider immer noch zu oft nicht gut.

Florian Hager, faz.net, 02.02.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)