Zitiert: Droht ein Verbot von Indymedia?

Die Seite de.indymedia.org ist ein zentrales linksradikales Informationsforum. Die Innenminister:innen der Länder fordern, dass es dichtgemacht wird. […]

Indymedia existiert in Deutschland seit 2001 und wird vor allem von linksradikalen Gruppen und Einzelpersonen genutzt, um Veranstaltungen anzukündigen und Diskussionen zu führen. Indymedia hat keine Redaktion. Theoretisch kann alles veröffentlicht werden, außer „sexistischen, rassistischen, antisemitischen u./o. faschistischen Inhalten“. […]

Derzeit mobilisiert auf Indymedia das Bündnis „Widersetzen“, das den Erfurter AfD-Parteitag am Wochenende verhindern will. Hingewiesen wird zum Beispiel auch auf die „Entglasung“ von Geschäftsräumen aus Solidarität mit dem besetzten Haus Rigaer Straße 94 in Berlin.

Die Konferenz der 16 Landesinnenminister bittet nun Dobrindt, „alle rechtlichen Möglichkeiten für ein vollständiges Verbot des linksextremistischen Portals ‚indymedia.org‘ zu prüfen“. Die IMK fasst ihre Beschlüsse einstimmig. Ihr gehören derzeit neun Minister mit CDU/CSU-Parteibuch an und sieben SPD-Minister.

Christian Rath, taz.de, 01.07.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)