All jene, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gern aus dem Weg hätten, freuen sich über die Finanzierungs- und Beitragsdebatte, denn je mehr man die Sender schwächen kann, desto besser, denn damit verlieren sie auch an Bedeutung.
Die Beharrungsfreunde, die auch sinnvolle Strukturveränderungen gern verhindern würden, dagegen nutzen umgekehrt Attacken von außen, um sich hinter dem Status quo zu verschanzen. Sie können Kritik von außen als ungerechtfertigten Angriff von außen abtun.
So entsteht eine seltsame Pattsituation, die Stillstand begünstigt und damit kurzfristig denen nützt, die nichts ändern wollen, mittelfristig aber eher denen, die darauf setzen, dass die Stimmung immer mehr dreht und gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wendet.
Ralf Heimann, MDR Altpapier, 08.01.2026 (online)

