Weimer sprach sich dafür aus, Plattformmonopole stärker „kartellrechtlich anzugehen“. Nur so könne es fairen Wettbewerb mit den klassischen Medien geben. Der Staatsminister sieht in einem „fatalen Konzentrationsprozess“ durch die Plattformen nicht nur einen Medienwandel, sondern einen „Achsbruch“, durch den Konzerne maximale Gewinne einstrichen, aber keine Verantwortung übernähmen. Dieser dynamische Prozess führe zu einem „Mediazit“, klagte Weimer. Das werde nicht nur zu einem Problem für die Industrie, sondern auch für die Gesellschaft.
Er plädierte dafür, Wertschöpfungsketten zu schützen und das Urheberrecht besser zu verteidigen. In diesem Zusammenhang sprach er sich dafür aus, das Leistungsschutzrecht zu erweitern. Eine von ihm geforderte Digitalabgabe für Internetkonzerne solle kein Ersatz dafür sein.
Er hoffe auf eine baldige faire Verteilung dieser Digitalabgabe, die keine Steuer sei, so Weimer. Noch stelle sich Bayern aber dagegen. Einmal eingeführt, werde die Abgabe wahrscheinlich über die Landesmedienanstalten den Schöpfern journalistischer Inhalte zugutekommen.
KNA, evangelische-zeitung.de, 08.06.2026 (online)

