Zitiert: Es ist kein Zufall, dass die KI von OpenAI eine andere KI-Firma gehackt hat

Auch wenn der Fall so klingt, als seien wir dem bösen Willen künftiger KI-Systeme machtlos ausgeliefert: So ist es nicht. Vorfälle wie diese sind kein Zufall, und OpenAI weiß das genau: Es ist eine bewusste Design-Entscheidung, agentische KI so zu gestalten, dass sie ihre Aufgaben weitgehend autonom erledigt. Genau damit werben die großen KI-Firmen: Es ist die (zweifelhafte) Vision, dass KI die Arbeit macht, ohne permanent kontrolliert werden zu müssen.

Sowohl Anthropic als auch OpenAI haben in jüngster Zeit neue Modelle veröffentlicht, die genau das als ein besonders leistungsfähiges Merkmal ihrer Systeme vermarkten: Sie lassen den Menschen in Ruhe und erledigen dessen Arbeit. Doch eben das ist das Set-up, in dem solche „Missverständnisse“ vorprogrammiert sind. Denn den Menschen nicht zu fragen, sondern möglichst schnell eine Lösung für ein Problem zu finden, ist der Default-Modus dieser Systeme. Da muss sich niemand wundern, wenn solche KI-Systeme nicht nach einem Passwort oder einer Erlaubnis fragen, und dass sie nicht lange zögern, sich unbefugt Zugang zu Daten zu beschaffen, wenn sie einen Weg finden. Es ist ja viel einfacher und in den meisten Fällen wohl auch schneller, als den Menschen einzubeziehen.

Eva Wolfangel, zeit.de, 22.07.2026 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)